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24. März 2026

Zwischen Lehrwerkstatt und Turnhalle

Die LWG bietet flexible Ausbildungsangebote und fördert Talente. Leistungsturner Tom Schultze konnte so Spitzensport und Berufsausbildung unter einen Hut bringen.

Spitzensport und eine Berufsausbildung zu vereinen, klingt erst einmal herausfordernd. Für Tom Schultze ist genau das die Realität – und gleichzeitig Teil einer Erfolgsgeschichte, die zeigt, wie moderne Ausbildung heute funktionieren kann. Tom Schultze gehört zu einem besonders starken Ausbildungsjahrgang der LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG, einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft zwischen der Stadt Cottbus, Umlandgemeinden und REMONDIS Aqua.

Spitzensport trifft Ausbildung

Als talentierter Leistungsturner des SC Cottbus, der regelmäßig auf Bundesliga-Niveau trainiert, stand Tom Schultze einst vor einer großen Herausforderung: Wie lassen sich Spitzensport und Berufsausbildung miteinander vereinen? In einer Auto-Werkstatt als Kfz-Mechaniker zu arbeiten – das hätte für den handwerklich begabten Lausitzer nahe gelegen. Doch sein Hobby wollte er nicht zum Beruf machen. Als ihn die Sportfördergruppe der Bundeswehr ablehnte, absolvierte er zunächst ein Freiwilliges Soziales Jahr bei seinem Verein, half als Übungsleiter beim Nachwuchstraining und schaute sich weiter nach einem Ausbildungsplatz um.

„Ich bin unter anderem die Liste der SCC-Sponsoren und -Unterstützer durchgegangen und stieß so auf die LWG“, erinnert er sich zurück. Doch Profi-Training und Vollzeitausbildung scheinen schwer unter einen Hut zu passen. Um ihm diese Doppelbelastung zu ermöglichen, entwickelte die LWG eine maßgeschneiderte Lösung: Tom Schultze erhielt die Möglichkeit, seine Ausbildung über einen längeren Zeitraum zu absolvieren, um damit flexibel für Training und Wettkämpfe zu sein.

Das Vertrauen zahlt sich aus, denn er zeigt nicht nur beim Turnen einen unbändigen Ehrzeiz. Auch im Job hängt er sich von Anfang an voll rein und hat die Ausbildung nun – trotz hoher sportlicher Belastung – in der regulären Zeit abgeschlossen. Das Beispiel zeigt, wie wichtig maßgeschneiderte Lösungen für unterschiedliche Lebenswege sind – und wie Unternehmen davon profitieren können.

Die Wasserzeitung hat dem Werdegang von Tom Schultze einen eigenen Artikel gewidmet, der zeigt, wie die LWG flexible Ausbildungsangebote schafft.

Hier geht es zum Artikel

Unterstützung von höchster Stelle: Die LWG-Geschäftsführer Sebastian Lindner (l.) und Marten Eger feuerten Tom Schultze beim Turnier der Meister an – eines der bedeutendsten internationalen Turniere im Geräteturnen, das seit 1973 existiert und seit 1979 ununterbrochen in Cottbus stattfindet.

Gute Leistungen – mit besonderen Lebenswegen

Die Wasserbranche lebt von gut ausgebildeten Fachkräften. Genau hier setzt die LWG seit Jahren Maßstäbe. Der aktuelle Ausbildungsjahrgang – zu dem auch Tom Schultze gehört – zeigt eindrucksvoll, wie erfolgreich moderne Nachwuchsförderung funktionieren kann.

18 neue Anlagenmechanikerinnen und -mechaniker haben ihre Ausbildung bei der LWG in diesem Jahr erfolgreich abgeschlossen. Der Jahrgang erzielte eine Durchschnittsnote von 2,26, die Bandbreite reicht von mehreren Einser- und Zweierabschlüssen bis zu stabilen Dreiernoten. Jahrgangsbester ist Fabio Claudius, Auszubildender des Wasser- und Abwasserverband Elsterwerda. Er erzielte in Theorie und Praxis Bestwerte und schloss mit 97 Punkten (Note 1) ab. Außerdem erhielt Georg Riedel, Auszubildender bei der BRAWAG GmbH, bereits im Juni 2025 seine vorzeitige bestandene Abschlussnote 1. Die Leistungen sind kein Zufall, sondern Ausdruck eines durchdachten Ausbildungskonzepts.

Innerhalb von dreieinhalb Jahren durchlaufen die Auszubildenden eine umfassende technische Qualifizierung – von der Kern- und Schweißausbildung in der Lehrwerkstatt über Fachstationen in den LWG-Abteilungen und Partnerunternehmen bis zur prozessorientierten Auftragsbearbeitung. Ergänzt wird das durch Zusatzqualifikationen wie Gabelstaplerschein, Ersthelferausbildung oder Sicherheits- und Fahrtrainings. Auch Exkursionen und Praxiseinblicke – etwa Arbeitssicherheitsseminare, ein Azubi-Knigge-Seminar, ein Sicherheits-Fahrtraining oder Fachbesuche bei Herstellern – gehören fest zum Ausbildungskonzept.

Mit einer feierlichen Zeugnisübergabe im Willmersdorfer Hof verabschiedete die LWG jüngst 18 Anlagenmechaniker, die ihre Lehre im Ausbildungsverbund erfolgreich abgeschlossen haben.

Ausbildung im Verbund als Erfolgsmodell

Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die enge Zusammenarbeit mit Partnerunternehmen. Die LWG bildet nicht nur für den eigenen Bedarf aus, sondern für zahlreiche Betriebe der Region. Daraus ergibt sich ein stabiles Netzwerk, das Fachkräfte gezielt entwickelt und langfristig bindet. Fast alle Absolventinnen und Absolventen werden im Anschluss übernommen. Ein starkes Signal in Zeiten des Fachkräftemangels!

Seit Gründung der LWG im Jahr 1993 wurden auf diese Weise bereits über 400 junge Menschen zu Anlagenmechanikern ausgebildet. Die hohe Qualität der Verbundausbildung wurde jüngst bestätigt: Die LWG trägt auch für den Zeitraum 2023–2026 das IHK‑Qualitätssiegel für exzellente Ausbildung, welches das Unternehmen bereits seit 2016 ohne Unterbrechung führen darf.

Die Kombination aus praxisnaher Ausbildung, individueller Förderung und starken Partnerschaften ist ein echtes Erfolgsmodell. Glückwunsch an die LWG und ihre Nachwuchskräfte!

Bildnachweise: Bild 1, 2: © LWG; Bild 3: © Johannes Zantow

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