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14. Juli 2026

Spaß pur: Deutschlands jüngster BKF-Azubi

Ben Nawratil absolviert seine Ausbildung zum Berufskraftfahrer in Wuppertal. Zum Start war er 16 Jahre alt.

Mit dem Abladen eines Absetzers kennt sich Ben Nawratil schon bestens aus. Auch wie ein Hecklader sicher mit Containern beladen wird, kann der 17-Jährige im Schlaf erklären. Obwohl er erst im ersten Ausbildungsjahr zum Berufskraftfahrer ist, kennt sich der Wuppertaler mit den Spezialfahrzeugen von REMONDIS ausgezeichnet aus. So gut, dass er schon Interviews gegeben hat und im REMONDIS-Karrierekanal bei Instagram einige coole Reels von ihm laufen.

Deutschlands jüngster BKF-Azubi

Der Grund für das mediale Interesse an Ben Nawratil: Er war zum Ausbildungsstart 16 Jahre alt – und damit jünger als andere Bewerber für den Job des Berufskraftfahrers. „In der Regel sind unsere Azubis zum Berufskraftfahrer 17 Jahre und älter“, sagt Viktor Zitzer, Disponent Logistik bei REMONDIS Rhein-Wupper GmbH & Co. KG. Zudem bringt Ben so viel Begeisterung für Lkw und den Beruf als Fahrer mit, dass man gar nicht anders kann, als sich mit ihm zu freuen. Sein Vater Lars Nawratil ist an der Liebe zu großen Fahrzeugen und der Arbeit bei REMONDIS nicht ganz unschuldig. Er war es, der den Sohn schon im Alter von 13 Jahren mit auf Tour nahm. „Das gehört zu meinen Lieblingserinnerungen“, schwärmt der 17-Jährige. „Wenn ich an Wochenenden oder in den Ferien mit meinem Vater mitfahren durfte. Wenn ich zusehen konnte, wie auf- und abgeladen wird. Auf dem Beifahrersitz in Wuppertal unterwegs zu sein, das war einfach toll.“ Bereits damals stand für Ben fest, was er einmal werden möchte: Berufskraftfahrer bei REMONDIS – wie sein Vater.

Niederlassungsleiter Philipp Vitz (l.) und Geschäftsführer Jonas Vogel haben Ben den Ausbildungsstart bereits mit 16 Jahren ermöglicht

Ein Tag mit Ben Nawratil

Los geht’s in der Früh. „Ich stehe meist so gegen fünf Uhr auf“, sagt Ben Nawratil, als wäre das für einen Jugendlichen das Normalste der Welt. „Dienstbeginn ist, je nach Schicht, gegen sechs Uhr.“ Klar müsse man abends entsprechend früh ins Bett gehen, aber: „Dafür habe ich um 14 Uhr Feierabend, das ist schon cool“, sagt er und lacht das Lächeln eines Menschen, der einfach sehr viel Spaß an dem hat, was er täglich tut. „Als erstes gehen wir morgens in die Dispo, begrüßen die Kollegen und holen die Papiere“, erzählt er weiter. Die meisten Kollegen haben feste Fahrzeuge, sodass sie die Fahrzeugtechnik in- und auswendig kennen. „Als nächstes kommt die vorgeschriebene Abfahrtskontrolle, bei der wir Reifen, Bremsen, Licht und Anhänger sorgfältig auf Mängel untersuchen.“ Das kostet zwar Zeit, ist aber gesetzlich vorgeschrieben, um für mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu sorgen und Schäden frühzeitig zu erkennen, bevor größere und kostenintensivere Schäden am Lkw entstehen. Ist das Fahrzeug abfahrbereit geht’s los zum ersten Kunden. „Wir fahren gewerbliche Abfälle“, sagt Ben Nawratil. „Wir holen Container vom Kunden ab und bringen sie zu den Wertstoffhöfen.“ Damit er möglichst verschiedene Abläufe, Fahrzeuge und Teams in seiner Ausbildung kennenlernen kann, wechselt er immer mal wieder die Fahrzeugcrew. Nach Feierabend bleibt genügend Zeit für Freizeit, Freunde und Hobbies, erzählt der 17-Jährige: „Ich treffe mich mit Freunden, gehe zwei Mal die Woche zum Fußballtraining und auf jeden Fall ist immer Zeit für eine große Runde mit unserem Hund Bobby.“

Lkw-Führerschein bei REDRIVE

Mit der betriebseigenen Fahrschule REDRIVE setzt REMONDIS auf praxisnahe Lehre und modernste Technik, speziell für den Nahverkehr. Die Azubis schätzen die entspannte Lernatmosphäre und den direkten Kontakt zu den erfahrenen Fahrlehrern. Ganz gleich ob Lkw mit Anhänger, Abrollkipper oder Seitenlader – hier wird Verantwortung großgeschrieben. Durch individuelle Förderung können Berufseinsteiger nicht nur sicher fahren lernen, sondern auch ihren Alltag besser mit dem Familienleben verbinden. „Die bei uns ausgebildeten Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrer fahren ökologischer und verursachen weniger Unfälle und Schäden, weil sie auch im umweltfreundlichen Fahren geschult sind und auf die innerstädtische Verkehrssituation besser vorbereitet werden“, fasst die REMONDIS Region Rheinland zusammen.

Mehr zu den Aktivitäten bei REDRIVE finden sich hier.
https://remondis-aktuell.de/menschen-verantwortung/fahrernachwuchs-aus-den-eigenen-reihen/

„Der Job macht mir echt Spaß. Man hat viele Leute um sich, immer gibt es etwas zu sprechen und etwas zu tun. Mein Ziel ist es, die Ausbildung abzuschließen und bei REMONDIS als Fahrer mit einzusteigen.“

Ben Nawratil

Fahrausbildung in betriebseigener Fahrschule

Sobald Ben Nawratil sein 18. Lebensjahr erreicht hat, darf er auf den Fahrersitz wechseln und seinen Lkw-Führerschein machen. „In unserer eigenen Fahrschule REDRIVE in Köln, bildet REMONDIS seit 2021 Azubis und angehenden Fahrer in den Führerscheinklassen C/CE aus“, sagt Viktor Zitzer. „Zudem wird die beschleunigte Grundqualifikation als Blockunterricht im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben angeboten.“ Damit geht REMONDIS bewusst den Weg, die Qualifizierung des eigenen Personals voranzutreiben und somit auch dem großen Fahrermangel aktiv entgegenzutreten. Für Ben Nawratil steht schon heute fest: „Der Job macht mir echt Spaß. Man hat viele Leute um sich, immer gibt es etwas zu sprechen und etwas zu tun. Mein Ziel ist es, die Ausbildung abzuschließen und bei REMONDIS als Fahrer mit einzusteigen.“

Viele Fahrer fehlen

Der Fahrermangel im Straßengüterverkehr spitzt sich weiter zu. Allein in Deutschland fehlen inzwischen über 70.000 Lkw-Fahrer. Nach Angaben des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) ist vor allem die demografische Entwicklung ein zentraler Treiber des Mangels. Rund ein Drittel der Berufskraftfahrer ist älter als 55 Jahre. Jährlich scheiden etwa 30.000 bis 35.000 Fahrer altersbedingt aus dem Beruf aus, während nur 15.000 bis 20.000 Neueinsteiger nachrücken. Auch im europäischen Ausland zeigt sich ein ähnliches Bild. Zwar tragen ausländische Fahrer zur Entlastung bei, doch auch dieses Potenzial ist begrenzt.

Voraussetzungen für eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer bei REMONDIS

  • erfolgreich abgeschlossene Schule
  • mindestens 17 Jahre alt
  • Freude an praktischen Tätigkeiten sowie dem Umgang mit Fahrzeugen
  • technisches Grundverständnis
  • Kommunikationsfähigkeit und Teamfähigkeit
  • Eigeninitiative und Lernbereitschaft
  • Gewissenhaftigkeit, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein
  • ein freundliches Auftreten

REMONDIS Karriere auf Instagram

Ben Nawratil ist auch auf dem Karrierekanal von REMONDIS bei Instagram zu finden. In einem Reel erzählt er von seinen Erfahrungen und seinen Zielen. Auch viele andere Kolleginnen und Kollegen berichten dort mit aufmerksamkeitsstarken Fotos und knappen Statements von ihrer Arbeit im Unternehmen.

https://www.instagram.com/remondis_karriere/

Bildnachweise: Bild 1, 3: © Taro Kataoka; Bild 2, 4: © REMONDIS

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