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6. Juli 2016

REMONDIS gewinnt GreenTec Award 2016

TetraPhos®-Verfahren als Gewinner der Kategorie Recycling & Ressourcen ausgezeichnet

Wichtigster Umweltpreis Deutschlands

Am 29. Mai wurden in München bereits zum neunten Mal die besten grünen Innovationen mit dem renommierten GreenTec Award ausgezeichnet, einem der wichtigsten Umweltpreise Deutschlands. Sieger des Jahres 2016 in der Kategorie Recycling & Ressourcen ist das innovative Verfahren „REMONDIS TetraPhos®-Phosphatrecycling aus Klärschlamm” von REMONDIS Aqua.

Seit Jahren im Phosphorrecycling aktiv

In Deutschland fallen pro Jahr rund zwei Millionen Tonnen entwässerter Klärschlamm an, die etwa 60.000 Tonnen Phosphor enthalten. Ein beachtlicher Anteil, den es zu recyceln gilt, zumal die natürlichen Phosphorressourcen weltweit abnehmen und die Qualität der Rohstoffmengen massiv nachlässt. REMONDIS befasst sich bereits seit Jahren mit diesem Thema und hat Verfahren entwickelt, die Standards und Grundlagen für die Phosphorrückgewinnung schaffen. Dabei geht es gleichermaßen um eine Nutzung des Phosphors als Düngemittel und die Bereitstellung von wertvollen Phosphaten für die Industrie.

Patentiertes Verfahren mit Mehrfachnutzen

Charakteristisch für den umfassenden REMONDIS-Ansatz ist das TetraPhos®-Verfahren. Bei dieser patentierten Lösung wird aus Klärschlammasche hochwertige Phosphorsäure zurückgewonnen. Sie ist die Basis von Phosphatverbindungen, aus denen wiederum Dünger oder Futtermittel, aber auch vielfältige Produkte für die Chemie- und Metallindustrie entstehen. Neben Phosphorsäure werden Gips für die Baustoffindustrie gewonnen sowie Eisen- und Aluminiumsalze zur Abwasserreinigung. Ein weiterer Vorteil: Das TetraPhos®-Verfahren lässt sich im industriellen Maßstab einsetzen und bietet somit auch eine entsprechend hohe Wirtschaftlichkeit. Bei der feierlichen Gala in München, die am Vorabend der IFAT-Eröffnung stattfand, wurde REMONDIS der diesjährige GreenTec Award in der Kategorie Recycling & Ressourcen überreicht. Dr. Martin Lebek, CTO, freut sich über die Anerkennung: „Der Gewinn des GreenTec Awards für unser innovatives Recyclingverfahren für Phosphate aus Klärschlämmen bestätigt, dass REMONDIS mit seiner Forschungs- und Entwicklungsarbeit auf dem richtigen Weg in die Zukunft ist. TetraPhos® ist ein wichtiger Brückenschlag zwischen dem Recycling lebenswichtiger Stoffe und der modernen Wasserwirtschaft. Wir betrachten die Auszeichnung daher als große Ehre und Verpflichtung, auch in Zukunft die Ressourcenschonung sowohl in der Wasserwirtschaft als auch im Bereich Recycling voranzutreiben.“

David Mayer de Rothschild und Heike Schiffler waren die Laudatoren für die Kategorie Recycling & Ressourcen

Dr. Martin Lebek, CTO, nahm den Umweltpreis für REMONDIS entgegen

Dr. Heike Schiffler, Tetra Pak, und David Mayer de Rothschild überreichen den Preis in der Kategorie Recycling & Ressourcen an Dr. Martin Lebek, REMONDIS Aqua GmbH

Dr. Michael Beckereit, HamburgWasser, Dr. Martin Lebek, CTO REMONDIS Aqua, Sabrina Lohmar, Geschäftsführerin REMONDIS Aqua, Peter Kurth, Präsident des BDE, und Andreas Bankamp, Geschäftsführer REMONDIS Aqua, freuen sich über den GreenTec Award

Mit Teamwork zum Award-Gewinn

Andreas Bankamp, Geschäftsführer von REMONDIS Aqua, bedankt sich aufs Herzlichste beim Partner HamburgWasser der auch aufgrund der langjährigen und erfolgreichen Zusammenarbeit bei der Vera Klärschlammverbrennung GmbH REMONDIS das Vertrauen geschenkt hat, gemeinsam das TetraPhos®-Verfahren zur industriellen Produktreife zu führen: „Ohne diese Öffentlich-Private Partnerschaft hätten wir sicherlich auch diese Auszeichnung so nicht erlangen können. Auch wenn REMONDIS heute ausgezeichnet wurde, sehen wir den GreenTec Award 2016 als gemeinsamen Verdienst von HamburgWasser und REMONDIS an.“

„Wir betrachten die Auszeichnung daher als große Ehre und Verpflichtung, auch in Zukunft die Ressourcenschonung sowohl in der Wasserwirtschaft als auch im Bereich Recycling voranzutreiben.” 

Dr. Martin Lebek, CTO

Das Problem mit den Phosphorreserven

Laut amtlichen Zahlen der Bundesanstalt für Rohstoffe droht der natürliche Phosphor, einer der elementaren Lebensgrundlagen für Pflanzen, Tiere und Menschen, innerhalb weniger Generationen zur Neige zu gehen. Das Problem der Verfügbarkeit verschärft sich durch die Tatsache, dass der Rohstoff größtenteils in Regionen oder Ländern vorkommt, die als politisch unsicher oder unzuverlässig gelten. 77 Prozent aller Phosphorreserven lagern in Marokko in einer Region, in der militante Gruppen für die Unabhängigkeit von Marokko kämpfen. Die zweitgrößten Reserven der Welt besitzt mit rund sechs Prozent China. Aufgrund dieser Situation ließ die EU-Kommission Phosphatgestein vor zwei Jahren auf eine Liste der 20 kritischsten Rohstoffe setzen, wobei Europa zu über 90 Prozent vom Import abhängig ist.

Bildnachweise:
Bild 1: shutterstock, 297584081, Urheber: Tanjulchik

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