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29. Oktober 2026

Technische Führung von morgen

Mit dem Entwicklungsprogramm RE:MOT fördert die REMONDIS-Gruppe technische Nachwuchskräfte aus den eigenen Reihen

Fachliche Qualifikation, persönliche Entwicklung, unternehmerisches Denken und ein starkes anlagenübergreifendes Netzwerk sind allesamt Faktoren, die in einem guten Zusammenspiel einen erfolgreichen Berufsweg ebnen können. Mit RE:MOT (kurz für REMONDIS: Manager of Tomorrow) hat die REMONDIS-Gruppe ein deutschlandweites Entwicklungsprogramm für technische Nachwuchsführungskräfte geschaffen. Das Programm verfolgt das Ziel, eigene technische Nachwuchskräfte gezielt auf die Übernahme einer Geschäftsleitungsposition in einer thermischen Abfallbehandlungsanlage vorzubereiten.

Nach dem ersten Programmjahr zeigt sich: Das Konzept wirkt nicht nur bei den Teilnehmenden, sondern schafft bereits heute Mehrwert für die beteiligten Anlagen und die gesamte Unternehmensgruppe.

„Für mich ist RE:MOT mehr als eine Weiterbildung. Das Programm bietet die Möglichkeit, aktiv an Zukunftsthemen unseres Unternehmens mitzuwirken, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam mit engagierten Kolleginnen und Kollegen Lösungen zu entwickeln, die einen nachhaltigen Beitrag für die REMONDIS-Gruppe leisten.“

Matthias Thäder, Teilnehmender von RE:MOT & Betriebsleiter mit Prokura bei der REMONDIS Thermische Abfallverwertung GmbH Staßfurt

Im Oktober 2025 kamen die Teilnehmenden und der Lenkungskreis in Lünen zusammen, um das erste Programmjahr von RE:MOT gemeinsam einzuläuten

Von der Idee zur Umsetzung

Wie können zukünftige technische Geschäftsleitungen frühzeitig und systematisch auf ihre Aufgaben vorbereitet werden? Diese Frage stand am Anfang von RE:MOT. Im Austausch mit den Unternehmensleitungen der REMONDIS-Gruppe wurde 2024 der Bedarf nach einem anlagenübergreifenden Qualifizierungsprogramm für technische Nachwuchsführungskräfte deutlich. Mit der FW Management Consulting GmbH wurde daraufhin gemeinsam ein auf drei Jahre angelegtes Programm konzipiert, das im Oktober 2025 mit dem ersten Programmjahr startete. Josephine Frey (Geschäftsführerin der FW Management Consulting GmbH) begleitet RE:MOT seitdem als Programmdirektion und verantwortet gemeinsam mit dem Lenkungskreis, in dem unter anderem auch Jörg Wirtgen (Geschäftsführer der FW Management Consulting GmbH) mitwirkt, die kontinuierliche Steuerung und Weiterentwicklung des Programms.

Im Mittelpunkt stehen zehn ausgewählte Talente, Technikerinnen und Techniker aus insgesamt sieben thermischen Verwertungsanlagen der REMONDIS-Gruppe, die im Laufe des Programms gezielt auf zukünftige technische Führungs- und Geschäftsleitungsaufgaben vorbereitet werden. Dabei geht es bewusst um mehr als die Vermittlung von Fachwissen. Erfolgreiche technische Führung erfordert neben technischem Know-how auch unternehmerisches Denken, Führungs- und Kommunikationskompetenz, ein Verständnis für wirtschaftliche und regulatorische Zusammenhänge sowie die Fähigkeit, Veränderungen zu gestalten und Transformation zu steuern.

Entsprechend breit ist das Programm angelegt. Seminare, Workshops und Trainings werden mit persönlicher Reflexion, Branchen- und Netzwerkveranstaltungen sowie der operativen Arbeit an technischen Projekten verbunden. Gleichzeitig lernen die Teilnehmenden unterschiedliche Anlagen und Perspektiven innerhalb der REMONDIS-Gruppe kennen. Begleitet werden sie dabei von erfahrenen technischen Geschäftsführungen und Coaches aus den Anlagen.

Drei Jahre, drei Schwerpunkte

Auch inhaltlich folgt RE:MOT einer klaren Entwicklungslinie. Jedes der drei aufeinander aufbauenden Programmjahre setzt einen eigenen thematischen Schwerpunkt: von „Austausch leben“ über „Unternehmertum stärken“ bis hin zu „Zukunft gestalten“. So erweitern sich schrittweise die fachlichen, überfachlichen und persönlichen Kompetenzen der Talente mit Blick auf künftige technische Führungsaufgaben.

Bereits im ersten Jahr reicht das Spektrum von Gruppendynamik und Projektmanagement über Abfallmarkt und Abfallrecht bis zu Führungsthemen und dem gemeinsamen Besuch der IFAT 2026. Hinzu kommt die Arbeit an einem anlagenübergreifenden technischen Projekt.

Gerade diese Kombination wird von den Talenten als besondere Stärke wahrgenommen. Heike Balmer (Projektingenieurin bei der REMONDIS Energy & Services GmbH & Co. KG) ist Teilnehmende des Programms und beschreibt es als „eine außergewöhnliche Chance, die eigene fachliche und persönliche Entwicklung gezielt voranzutreiben und dabei von einem starken Netzwerk und vielfältigen Perspektiven zu profitieren“.

Besonders prägend war für Heike Balmer der gemeinsame Kick-off: Aus einer Gruppe von Teilnehmenden aus verschiedenen Standorten habe sich innerhalb des ersten Jahres ein vertrauter Kreis entwickelt, in dem auch persönliche Entwicklung und das Verlassen der eigenen Komfortzone möglich seien. Wertvoll sei dabei insbesondere das Feedback aus unterschiedlichen Perspektiven, von den anderen Talenten ebenso wie von den technischen Coaches.

Auf dem Programm stand unter anderem der gemeinsame Besuch der IFAT 2026

Auch Matthias Thäder (Betriebsleiter mit Prokura bei der REMONDIS Thermische Abfallverwertung GmbH Staßfurt) ist von Beginn an als Teilnehmender dabei und hebt die Verbindung verschiedener Entwicklungsdimensionen hervor: „RE:MOT ist ein Entwicklungsprogramm, das technische Kompetenz mit unternehmerischem Denken verbindet und dabei Menschen, Ideen und Standorte nachhaltig zusammenbringt.“

Für Matthias Thäder hat sich im Laufe des ersten Jahres insbesondere der Blick auf technische Fragestellungen verändert. Neben der fachlichen Perspektive seien wirtschaftliche, organisatorische und strategische Zusammenhänge stärker in den Vordergrund gerückt. Genau diese ganzheitliche Betrachtung sei entscheidend, um später nachhaltige Entscheidungen in einer technischen Führungsfunktion treffen zu können.

Lernen und gleichzeitig konkreten Mehrwert schaffen

Eine Besonderheit ist die enge Verknüpfung von Entwicklung und betrieblicher Praxis. Die Talente arbeiten während des Programms gemeinsam an technischen Fragestellungen, die für mehrere Anlagen der REMONDIS-Gruppe relevant sind. Im ersten Programmjahr beschäftigt sich die Gruppe, begleitet von Frank Nachtsheim (Geschäftsführer der GMVA Gemeinschafts-Müll-Verbrennungsanlage Niederrhein GmbH) und Markus Weiler (Geschäftsführer AVG Service GmbH & Abteilungsleiter RMVA bei der AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH) als technische Coaches, beispielsweise mit der Entwicklung eines einheitlichen Systems technischer Betriebskennzahlen für thermische Verwertungsanlagen. Perspektivisch soll damit die Grundlage für einen standortübergreifenden Vergleich und eine objektivere Bewertung der Anlagenperformance geschaffen werden.

Für Frank Dohmen (Leiter Personal der REMONDIS-Gruppe) aus dem Lenkungskreis, der als zentrale Steuerungs- und Entscheidungsinstanz die Begleitung, Steuerung und Umsetzung des Programms sicherstellt, liegt genau darin eine wesentliche Stärke des Konzepts. Das Programm basiere auf drei miteinander verbundenen Säulen: Die Talente lernen die Unternehmensgruppe intensiver kennen und entwickeln ihre fachlichen und persönlichen Kompetenzen weiter. Gleichzeitig profitieren die Anlagen bereits während der Programmlaufzeit von den technischen Projekten, in denen praxisnahe, standortübergreifende Themen bearbeitet werden. Und schließlich entstehe auch für den Lenkungskreis und die technischen Coaches ein Mehrwert durch den intensiven Austausch mit der nächsten Führungskräftegeneration und deren Perspektiven.

Anlagenbesichtigungen, hier bei der AVG Köln, verknüpfen das theoretische Wissen mit den Abläufen in der betrieblichen Praxis

Somit kommen bei RE:MOT gezielt Erfahrungen, Technologien und Sichtweisen aus den beteiligten Anlagen zusammen. Wissen wird geteilt, Lösungsansätze werden gemeinsam diskutiert und bestehende Kontakte werden zu einem anlagenübergreifenden Netzwerk ausgebaut.

„Der Austausch gehört für mich zu den großen Stärken des Programms“, bestätigt Matthias Thäder. Unterschiedliche Erfahrungen und Anlagentechnologien führen zu neuen Ideen und ermöglichen es, voneinander zu lernen. Gleichzeitig entstehe ein Netzwerk, das auch über die eigentliche Programmlaufzeit hinaus Bestand haben könne.

Zusammenarbeit fördern, Miteinander stärken

Neben der fachlichen und methodischen Qualifizierung spielt deshalb die Art der Zusammenarbeit eine zentrale Rolle. Dr. Markus Sänger (Betriebsleiter bei der MHKW Müllheizkraftwerk Frankfurt am Main GmbH), Stellvertretender Chairman und Teil des Lenkungskreises, bringt diesen Anspruch auf den Punkt: „Ich bin sehr froh, dass wir dieses besondere Programm gemeinsam initiiert haben. Es verbindet die Entwicklung junger Führungskräfte mit der Vernetzung unserer Anlagen – und das in einer echten Miteinander-Kultur.“

Dass dieser Ansatz im ersten Jahr angenommen wird, zeigt sich auch in den Rückmeldungen der Talente. Besonders positiv bewertet werden die Vielfalt des Programms, die Möglichkeit, über den eigenen Anlagenstandort hinauszublicken, der intensive Austausch innerhalb der Gruppe und die Offenheit, eigene Ideen in die weitere Ausgestaltung einzubringen.

Heike Balmer fasst den bisherigen Mehrwert entsprechend zusammen: Nicht ein einzelnes Seminar oder Modul mache RE:MOT aus, sondern gerade die Kombination aus Projektarbeit, Austausch und unterschiedlichen Blickwinkeln. Jeder Baustein ermögliche andere Lernerfahrungen und trage zur eigenen Entwicklung bei.

Mit dem Übergang in das zweite Programmjahr wird dieser Weg konsequent fortgeführt. Unter dem Schwerpunkt „Unternehmertum stärken“ werden unter anderem Unternehmenssteuerung und Betriebswirtschaft, Rechte und Pflichten oberer Führungskräfte sowie weitere Zukunftsthemen in den Mittelpunkt rücken.Gleichzeitig werden die technischen Projekte, der anlagenübergreifende Austausch und die persönliche Begleitung fortgesetzt.

So entwickelt RE:MOT nicht nur potenzielle technische Geschäftsleitungen von morgen. Das Programm stärkt bereits heute den Austausch zwischen Anlagen, verbindet Erfahrungen und Kompetenzen innerhalb der REMONDIS-Gruppe und schafft einen Raum, in dem die nächste Generation technischer Führungskräfte gemeinsam Verantwortung für die Zukunft der Unternehmensgruppe übernimmt.

Bildnachweise: Bild 1: Adobe Stock: Robert Kneschke; Bild 2, 3, 4: © REMONDIS; Bild 5, 6: Magnific: starline

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