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29. März 2016

Es ist geschafft!

REMONDIS meistert grosse Herausforderung im Umland Hannover

Innerhalb von vier Wochen bereit für den Ernstfall

Die Region Hannover: mehr als 600.000 Haushalte, 19 Kommunen und in der Ausdehnung so groß wie das Saarland. REMONDIS hat hier im Umland der niedersächsischen Landeshauptstadt im Juli 2015 die Ausschreibung der dualen Systeme zur Abfuhr der Gelben Säcke gewonnen und löste den kommunalen Entsorger, die Abfallwirtschaft Region Hannover (aha), zum Jahreswechsel ab. Vom Zuschlag bis zum ersten Abfuhrtag blieben gerade einmal fünf Monate, um die Logistik und die nötige Infrastruktur aufzubauen, Touren zu planen, Fahrzeuge zu ordern und eine 60-köpfige Mannschaft – vom Disponenten über Fahrer bis hin zu Ladern – aufzubauen. Am Ende blieben vier Wochen, um die Abfuhr als Trockenübung durchzuspielen. Dann wurde es ernst.

Die Region Hannover umfasst mehr als 600.000 Haushalte, 19 Kommunen und ist in der Ausdehnung so groß wie das Saarland

Die Regelstärke der Flotte liegt bei 23 Fahrzeugen, zeitweise waren jedoch 29 Fahrzeuge im Einsatz

Vom Zuschlag bis zum ersten Abfuhrtag blieben gerade einmal fünf Monate, um eine 60-köpfige Mannschaft aufzubauen, Fahrzeuge zu ordern und Touren zu planen

Lernen in der Alltagspraxis

Ohne Wissen um Containerstellplätze und nicht öffentliche Ablageplätze, ohne Kenntnis zu individuellen Absprachen zwischen dem Altentsorger und Bürgern, wann und wo der lieben Gewohnheit folgend einzelne Säcke bereitgestellt werden, trat REMONDIS an. Klar, dass so etwas nicht ganz reibungslos ablaufen kann. Die Fahrer und Lader mussten ihre Gebiete erst kennenlernen, indem sie die Touren im Wortsinne „erfuhren“, um so die vielen Details zu nicht offiziellen Ablageplätzen oder Containerstandplätzen im Arbeitsalltag zu verinnerlichen. Diese Details wurden in die Touren eingearbeitet und Stand- und Ablageplätze verortet. Damit wurde die Abfuhr im laufenden Betrieb tagtäglich weiter optimiert und dem Alltag angepasst.

Erschwerte Bedingungen zum Auftakt

Erwartungsgemäß lief es anfangs nicht so rund, wie die Bürgerinnen und Bürger und REMONDIS sich das gewünscht hatten. Zumal gleich eine Vielzahl an Faktoren erschwerend hinzukam: In einigen Kommunen hatte aha aufgrund der Weihnachtsfeiertage zuletzt Mitte Dezember die Leichtverpackungen abgefahren. Damit herrschte bei den Bürgern ein Abfuhrstau. In der ersten Abfuhrwoche kam es so zu erheblich mehr Abfallvolumen als erwartet. Nur vier Tage nach dem Start kam der Winter. Schnee und Eis bremsten REMONDIS aus. Tagelanges Verkehrschaos überall.

Richtiger Abfall, falsche Tonne

Des Weiteren fanden die Kolleginnen und Kollegen von REMONDIS in einigen Großwohnanlagen eine Vielzahl von Containern mit Spezialschlössern vor, für die eine Schlüsselübergabe nicht rechtzeitig stattgefunden hatte. Und dann noch das: Ein gelber Sack in einer O-Tonne? In den Umlandkommunen ist gängige Praxis, dass Bürger die Leichtverpackungen seit Einführung der orangen Wertstofftonne durch aha ab 2012 darin sammeln und zur Abfuhr bereitstellen. Das wiederum stellte REMONDIS vor Probleme, da man die Tonnen rein rechtlich weder leeren noch überhaupt anfassen durfte.

Vorbildliches Teamwork

Schwierigkeiten über Schwierigkeiten in einem Gebiet, in dem das Thema Müll seit 15 Jahren hoch emotionalisiert ist, weil die Politik das Thema Abfall stellvertretend für die kommunale Eigenverwaltung wieder und wieder diskutiert. Auf dem Weg hin zur Lösung aller Probleme konnte die neue Betriebsstätte in Langenhagen – von hier aus starten die Teams ihre täglichen Touren – auf die Unterstützung der REMONDIS-Familie bauen. Während des Lernprozesses und der Tourenoptimierung „am offenen Herzen“ wurde die Mannschaft von Niederlassungen aus ganz Norddeutschland unterstützt.

Sie schickten Fahrzeuge und erfahrene Teams zur Hilfe. Aus Gifhorn, Wildeshausen, Bremerhaven und Hildesheim kamen die „Leiharbeiter auf Zeit“, um die neuen Kollegen bei ihrer Herkulesaufgabe zu unterstützen und erst einmal das gesamte Abfuhrgebiet tagtäglich von Gelben Säcken zu befreien. Mitte Februar funktionierte die Regelabfuhr dann problemlos.

Wir danken allen Kolleginnen und Kollegen vor Ort für ihren außergewöhnlichen Einsatz.

Ende gut, alles gut

Zeitweise waren 29 Fahrzeuge im Einsatz. Die Regelstärke der Flotte liegt bei 23 Fahrzeugen. Eine offene und transparente Informationspolitik, intensive Gespräche mit der Politik und ein stimmiges Beschwerdemanagement, bei dem die Bürger nach den anfänglich zu langen Wartezeiten in der Leitung zuletzt in direkter Ansprache zurückgerufen wurden, haben den schwelenden Unmut immer wieder besänftigt und die Situation befriedet.

Binnen sieben Wochen alle Schwierigkeiten zu be­wältigen und die verlässliche Entsorgung der Gelben Säcke in einem der größten Sammelgebiete Deutschlands sicherzustellen, ist ein logistischer Kraftakt, den außer REMONDIS wohl kaum ein anderes Recyclingunternehmen hätte bewältigen können. Wir danken allen Kolleginnen und Kollegen vor Ort für ihren außergewöhnlichen Einsatz.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Situation mit großem Einsatz und viel Herz in den Griff bekommen

Bildnachweise: @Remondis

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