Vom linearen zum zirkulären Denken: Unsere Wirtschaft braucht eine neue Herangehensweise. Die Gewinner des Circularity Champion Awards gehen hier entschieden voran und zeigen beispielhaft, wie zirkuläres Wirtschaften heute schon erfolgreich umgesetzt wird. Unter den Gewinnern ist auch die TSR Group, die mit ihrem Recyclingprodukt TSR40 einen verantwortungsvollen Umgang mit begrenzten Ressourcen ermöglicht.
Jahrzehntelang galt: Wirtschaftswachstum bedeutet proportionalen Materialverbrauch. So festigte sich die traditionell lineare Prozesskette – vom Rohstoff über die Produktion bis zur Entsorgung. Diese Logik prägt auch heute noch vielfach wirtschaftliches Denken und Handeln. Dabei liegen die Vorteile zirkulärer Wirtschaft auf der Hand, sowohl ökologisch als auch ökonomisch: stabilere Lieferketten, Ressourcensicherheit, Wettbewerbsfähigkeit. Die Kreislaufwirtschaft kann Deutschland als einen stabilen Wirtschaftsstandort zukunftssicher machen.
Dass es heute schon Unternehmen gibt, die die Transformation als Vorreiter aktiv vorantreiben, zeigt die Verleihung des Circularity Champion Awards:
Die vom F.A.Z. Institut und Cradle to Cradle ins Leben gerufene Auszeichnung zur Würdigung zukunftsweisender Projekte in der Kreislaufwirtschaft wurde bei der Responsible Leadership Conference in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen. In insgesamt fünf Kategorien wurden Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette ausgezeichnet. Die 12-köpfige Jury um den Vorsitzenden Prof. Dr. René Schmidpeter musste unter 90 Bewerbungen die Sieger auswählen. Zu den Jurymitgliedern gehörte neben Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Beratung, Praxis und Journalismus auch Anja Siegesmund, geschäftsführende Präsidentin des Bundesverbands der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft e.V (BDE).
Für eine nachhaltige Stahlproduktion: Recyclingrohstoff TSR40
Der Award stellt also ebendiese Lösungen und Unternehmen in den Mittelpunkt, die geschlossene Materialkreisläufe in der Praxis ermöglichen. In der Kategorie „Recycling & Rückgewinnung“ zeichnete das F.A.Z. Institut in diesem Jahr die TSR Group aus. Deren Recyclingrohstoff TSR40 steht für einen verantwortungsvollen Umgang mit begrenzten Ressourcen. Ausschließlich aus Post-Consumer-Material hergestellt, weist TSR40 einen nahezu perfekten Reinheitsgrad auf. Es macht die Herstellung von Stahl im Hochofen von jetzt auf gleich klima- und ressourcenschonender. Für Elektrostahlwerke stellt es die zukünftige Versorgung mit dringend benötigten Inputqualitäten sicher.
Diese Auszeichnung ist nicht nur eine Anerkennung, sondern vor allem auch Ansporn: Sie gibt zusätzliche Sichtbarkeit und unterstreicht die Bedeutung der gesamten Recyclingbranche für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft.
Jenny Sbosny, Leiterin Kommunikation & Marketing, Michael Jasperneite, Geschäftsführer TSR Deutschland (Mitte), und Jost Giesing, Referent ESG (Environment, Social, Governance), nahmen für TSR den Circularity Champion Award 2025 in Frankfurt entgegen
Unterbodenverkleidung aus recyceltem Kunststoff
Auszeichnungen machen die Relevanz von Themen in Wirtschaft und Gesellschaft deutlich. Umso erfreulicher ist es, dass die TSR in diesem Jahr sogar zwei Preise einheimsen konnte. Neben dem Gewinn des Circularity Champion Awards durfte auch die niederländische Tochtergesellschaft HKS jubeln. Sie wurde gemeinsam mit Partnern aus der Wertschöpfungskette mit dem Materialica Design + Technology Award 2025 ausgezeichnet.
Der Materialica Design + Technology Award zählt zu den führenden europäischen Auszeichnungen für nachhaltige Material- und Produktinnovationen. Er würdigt Lösungen, die ökologische Verantwortung und technische Leistungsfähigkeit miteinander verbinden. HKS hat gemeinsam mit dem Automobilhersteller Mercedes-Benz sowie den Zulieferern MOCOM und Autoneum eine Unterbodenverkleidung aus recyceltem Kunststoff entwickelt.
Das Material für die wichtige Fahrzeugkomponente stammt aus der Shredderleichtfraktion von Altfahrzeugen – einem Stoffstrom, der bislang kaum wiederverwertet wurde. Durch ein innovatives Verfahren gelang es HKS, den thermoplastischen Anteil dieser Fraktion als hochwertigen Recyclingrohstoff nutzbar zu machen. Das Ergebnis ist ein Bauteil, das Ressourcen schont und den CO₂-Ausstoß beim Werkstoffeinsatz deutlich reduziert.
Bildnachweise: Bild 1: © Jonas Ratermann; Bild 2: © TSR





