„Elli“ hat in den ersten Tagen des Jahres 2026 für reichlich Wirbel gesorgt: Das kräftige Wintertief löste in Deutschland starken Schneefall und Glätte aus. Was einerseits wie eine beschauliche Winterlandschaft daherkommt, kann andererseits zur gefährlichen Rutschpartie werden. Insbesondere im Norden und Nordosten des Landes führten die Witterungsbedingungen zu Einschränkungen im öffentlichen Leben: Zugverbindungen fielen aus und die Winterdienste hatten einiges zu tun, um die Straßen freizuräumen und befahrbar zu machen. Eine Geduldsprobe für alle, auch bei der Frage: Kommt die Müllabfuhr oder bleiben die Tonnen ungeleert?
In vielen Städten und Landkreisen kam es folglich zu Verzögerungen und Ausfällen bei der Leerung der Abfallbehälter. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutete das: Stehengebliebene Tonnen, die nach den Feiertagen ohnehin bis zum Rand gefüllt waren. Eine Leerung war demnach längst überfällig, der Unmut spürbar. Doch bei all dem Ärger steht eins an vorderster Stelle: die Sicherheit!
Die Touren der Müllabfuhr folgen einem eng getakteten Zeitplan mit vielen Zwischenstopps und einer durchdachten Logistik. Zahlreiche Tonnen müssen geleert werden, während das Fahrpersonal die Sammelfahrzeuge durch teils dichten Stadtverkehr und enge Straßen lenkt. Allein das erfordert schon spezielle Fähigkeiten. Bei akutem Schneefall und Glätte kommt aber noch etwas hinzu: Es gilt, die nötige Ruhe und Übersicht zu bewahren, das Fahrzeug unter Kontrolle zu halten und dabei im Bruchteil einer Sekunde zu entscheiden, ob Wege befahrbar sind oder das Risiko zu groß erscheint.
Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass es hier um große Fahrzeuge geht. Ein Lkw hat andere Abmessungen, Masse und längere Bremswege als ein üblicher Pkw. Während manche Straßen bei Schnee und Glätte mit einem Auto vielleicht noch gefahrlos befahrbar sind, können genau diese Straßen für ein Sammelfahrzeug unpassierbar werden. Insbesondere im ländlichen Raum, in höheren Lagen oder auf besonders engen Wegen trifft das besonders häufig zu. Parkende Autos am Fahrbahnrand, nicht ausreichend geräumte Straßen oder angehäufte Schneemassen sorgen vielfach noch für eine Verschärfung der Situation.
Sicherheit hat oberste Priorität
Für viele Menschen findet der Arbeitsalltag auch bei Schnee, Glätte, Starkregen oder Hitze im Freien statt. Unsere Teams in der Abfallsammlung kennen das nur zu gut: Sie sind tagtäglich bei Wind und Wetter auf den Straßen unterwegs und sorgen für reibungslose Abläufe und leere Tonnen. Für diesen Einsatz danken wir sehr!
Doch all dem sind Grenzen gesetzt: Eben dann, wenn die Sicherheit unseres Personals und aller Verkehrsbeteiligten nicht mehr gewährleistet werden kann. Das Risiko, dass ein Lkw bei Schnee und Glätte feststecken bleibt oder einen Unfall verursacht, ist vielfach zu hoch. Deshalb entscheidet unser Fahrpersonal vor Ort über das weitere Vorgehen. In letzter Konsequenz kann das dann heißen: Durchfahrt nicht möglich, die Tonnen müssen stehenbleiben.
Unsere Teams sind auch unter schwierigen Bedingungen mit großem Einsatz unterwegs, um die Entsorgung so zuverlässig wie möglich sicherzustellen. Gleichzeitig bitten wir um Verständnis, wenn es in Ausnahmefällen zu Einschränkungen kommt. Mit gegenseitiger Rücksichtnahme und Geduld lassen sich auch diese außergewöhnlichen Situationen gemeinsam bewältigen.
Tief „Elli“ löste starken Schneefall und Glätte aus. In einigen Regionen Deutschlands gab es für uns kein Durchkommen und die Leerung der Tonnen musste eingestellt werden
Nicht nur für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind extreme Wetterlagen herausfordernd, weil sie die gut verinnerlichten Arbeitsabläufe erschweren. Auch für die Bürgerinnen und Bürger können ungeleerte Tonnen zur Geduldsprobe werden. Wenn die Leerung sich einmal durch Schnee und Glätte verzögert oder ausfällt, empfehlen wir:
- Informieren Sie sich lokal: Auf den Webseiten der Kommune, des Landkreises oder des beauftragten Sammelunternehmens erfahren Sie, ob eine Nachabfuhr stattfindet und wie mit Mehrmengen umgegangen wird.
- Zugänge freihalten: Achten Sie beim Schneeräumen darauf, die Zuwege zu den Standplätzen freizuhalten. Wenn die Behälter gefahrlos zum Fahrzeug gerollt werden können, erleichtert und beschleunigt das die Entleerung erheblich.
- Deckel geschlossen halten: Festgefrorener Abfall kann beim Kippvorgang oft nicht vollständig gelöst werden.
Auch wenn das Wintertief „Elli“ zuletzt unsere Geduld ordentlich auf die Probe gestellt hat: Der nächste Abholtermin kommt bestimmt. Spätestens dann, wenn Schnee und Eis wieder Platz machen für eine sichere Müllabfuhr.
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