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30. Juli 2025

Neue Abwasserbehandlungsanlage in Fritzlar

Lebensmittelproduzent Hengstenberg investiert in eine neue Abwasserbehandlungsanlage. Betreiber ist REMONDIS Aqua

Seit 1876 macht das Familienunternehmen Hengstenberg GmbH & Co. KG die Welt ein bisschen leckerer – mit Sauerkraut, Rotkohl, Rote Beete, Essig, Gewürzgurken und anderen Spezialitäten. Der Standort Fritzlar ist einer von zwei Produktionsstandorten in Deutschland und gilt laut Unternehmensangaben als „größte Kohlfabrik Europas“. Das Werk befindet sich mitten in einem Anbaugebiet für Kohl und kann so auf optimale Bedingungen für die Produktion zurückgreifen. Was dabei in großen Mengen benötigt und genutzt wird: Wasser. Um den aktuellen und künftigen Anforderungen an Umweltschutz, Kapazität und Betriebssicherheit gerecht zu werden, hat Hengstenberg nun in eine neue Abwasserbehandlungsanlage investiert. Dem vorausgegangen war eine dreijährige Projektplanung.

Betrieben wird die neue Anlage von REMONDIS Aqua. Hengstenberg könne sich dann auf das Kerngeschäft konzentrieren, beschreibt Michael Boden, Geschäftsführer REMONDIS Aqua Industrie, die Aufgabenverteilung zwischen den beiden Familienunternehmen.

Aktiver Beitrag zum Schutz des Grundwassers

Die neue Anlage ist auf die Anforderungen eines Kampagnenbetriebes in der Lebensmittelproduktion ausgelegt – mit Fokus auf eine hohe betriebliche Verfügbarkeit, technologische Effizienz und unter Einhaltung der Rahmenbedingungen einer direkten Einleitung in die Eder. REMONDIS Aqua Industrie hat dabei nicht nur die Planung, den Bau und Inbetriebnahme der neuen Abwasserbehandlungsanlage erfolgreich umgesetzt, sondern ebenso die Altanlage und den Umschluss in der Übergangsphase vorgenommen, um einen reibungslosen Übergang im laufenden Betrieb zu gewährleisten.

Im Zentrum der Anlagentechnik steht eine biologische Abwasserbehandlung mit Anaerobtechnologie und einer dazugehörigen Biogaswertung. Aufbauend wird das Abwasser durch ausgewählte biologische Reinigungsstufen für die direkte Einleitung in den Vorfluter aufbereitet.

Sensorik liefert hilfreiche Datenbasis

REMONDIS Aqua Industrie hatte seinerzeit die Betriebsführung der Altanlage in Fritzlar übernommen. Da mittelfristig ein Ersatzbau geplant war, wurde von aufwendigen Modernisierungen Abstand genommen. Stattdessen kam Sensorik zum Einsatz, die die Effizienz steigern und eine hilfreiche Datenbasis schaffen sollte. So wurden diese Erkenntnisse aus der Sensorik ebenfalls für den Neubau der Abwasserbehandlungsanlage genutzt.

Die Abwasserbehandlungsanlage bei Hengstenberg in Fritzlar ist eingeweiht. An der Eröffnung nahmen neben den beiden Geschäftsführungen und dem Projektteam auch Regierungspräsident Mark Weinmeister (2.v.r.) und Bürgermeister Hartmut Spogat (r.) teil

„Die neue Abwasserbehandlungsanlage ermöglicht einen flexiblen und effizienten Betrieb in den verschiedenen Kampagnenphasen und ermöglicht es der Firma Hengstenberg sich noch besser auf die Entwicklung des Kerngeschäfts zu konzentrieren.“

Michael Boden, Geschäftsführung REMONDIS Aqua Industrie GmbH & Co. KG

Sicherstellung der krautverarbeitenden Produktion am Standort Fritzlar

An der Eröffnung der neuen Abwasserbehandlungsanlage nahmen neben den Geschäftsführungen beider Unternehmen und dem Projektteam auch öffentliche Vertreter teil: So konnten Mark Weinmeister, Regierungspräsident des Regierungsbezirks Kassel, und Hartmut Spogat, Bürgermeister der Stadt Fritzlar, vor Ort begrüßt werden.

Die Inbetriebnahme ist ein Meilenstein zur langfristigen Sicherstellung der krautverarbeitenden Produktion am Standort und ein klares Statement für eine sichere und effiziente Abwasserbehandlung im Sinne des Umweltschutzes. Ein herzliches Dankeschön an Hengstenberg und alle Beteiligten für die vertrauensvolle Zusammenarbeit!

Bildnachweise: © REMONDIS

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