Leuchtturmprojekt für Asien
Ein Festakt mit anschließender Besichtigungstour bildete den Rahmen zur feierlichen Einweihung der REMEX-Recyclinganlage in Singapur. Die moderne Anlage setzt nicht nur im wirtschaftlich hoch entwickelten Stadtstaat nachhaltig Zeichen. Sie gilt auch als Leuchtturmprojekt für die gesamte asiatische Region. Ehrengast der offiziellen Eröffnung war Masagos Zulkifli, Singapurs Minister für Umwelt und Wasserressourcen.
Auf dem Weg zur Zero Waste Nation
Vor zahlreichen Gästen und Medienvertretern bezeichnete der Minister die Reduzierung zu entsorgender Abfälle als strategisches Anliegen für Singapur. Die neue Anlage sei ein wichtiger Meilenstein bei den Bemühungen, eine Zero Waste Nation – also eine abfallfreie Nation – zu werden. Mit Blick auf die wachsende Bedeutung des Recyclings wertvoller Ressourcen aus Abfällen fügte er hinzu: „REMEX ist in Europa ein etablierter Player bei der Metallrückgewinnung aus Hausmüllverbrennungsaschen. Ich bin zuversichtlich, dass die Erfahrung des Unternehmens zum Erfolg dieser Anlage in den kommenden Jahren beitragen wird.“
„Die Entstehung dieser ersten Anlage ihrer Art in Singapur ist ein schönes Beispiel, wie wir Technologie nutzen, um innovative Lösungen in der Abfallwirtschaft zu implementieren.“
Masagos Zulkifli, Minister für Umwelt und Wasserressourcen
Rückgewinnung von Eisen- und Nichteisenmetallen
Die neue Recyclinganlage der REMONDIS-Tochtergesellschaft dient der Aufbereitung aller Aschen aus den vier Singapurer Hausmüllverbrennungsanlagen und zur Rückgewinnung enthaltener Metalle. Gut 90 Prozent der Eisenmetalle und über drei Viertel der wertvollen Nichteisenmetalle wie Aluminium und Kupfer werden zurückgewonnen, darunter selbst kleinste Teile wie Büroklammern oder Kronkorken.
Die neue Aufbereitungsanalge der REMEX in Singapur holt bis zu 90 Prozent aller Metalle aus der Müllverbrennungsasche heraus
Baustoffliche Verwertung nach europäischem Vorbild
Doch nicht nur die Metallrückgewinnung hat für das dicht besiedelte und rohstoffarme Singapur einen hohen Stellenwert. Auch der weitaus größte Massenstrom der verbleibenden Aschen soll nach den Planungen der nationalen Umweltagentur NEA intensiv genutzt werden. Ziel ist die baustoffliche Verwertung, wie sie in Europa bereits praktiziert wird. So lassen sich aus den Aschen nach entsprechender Aufbereitung beispielsweise Bauprodukte oder Gesteinskörnungen für den Straßen- und Tiefbau herstellen. Ein Verfahren, das nicht nur Primärstoffe wie Sand und Kies schont, sondern auch Alternativen zur Deponierung schafft. Exemplarisch für die umfassenden Recyclingpotenziale präsentierten Umweltminister Masagos Zulkifli und Norbert Rethmann den Eröffnungsteilnehmern einen Baustein, der aus aufbereiteter Verbrennungsasche hergestellt wurde.
Offizielle Eröffnung der REMEX-Recyclinganlage in Singapur (v. l. n. r.): Umweltminister Masagos Zulkifli, Norbert Rethmann, Ehrenaufsichtsratsvorsitzender des RETHMANN-Konzerns, und Venkat Patnaik, Geschäftsführer REMEX Minerals Singapore Pte. Ltd.
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