Polen bleibt für die RETHMANN-Gruppe einer der wichtigsten Märkte in Europa. Für den Familienunternehmer Norbert Rethmann hat das Land darüber hinaus auch eine persönliche Bedeutung. Seit vielen Jahren reist er regelmäßig nach Polen und verfolgt dort die Entwicklung der Unternehmen ebenso wie die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen. Auch bei seinem diesjährigen Besuch standen Gespräche mit Mitarbeitenden, Führungskräften und kommunalen Vertretern auf dem Programm. Die Reise führte ihn zu Standorten von REMONDIS, Rhenus und SARIA und bot einen umfassenden Einblick in aktuelle Investitionen und Zukunftsprojekte der Unternehmensgruppe in Polen.
In dieser Brand Story haben wir den aktuellen Stand der Kreislaufwirtschaft in Polen und die Bedeutung Öffentlich-Privater Partnerschaften vorgestellt.
REMONDIS treibt Kreislaufwirtschaft in Stettin voran
Ein Schwerpunkt der Reise war der Besuch von REMONDIS in Stettin. Dort informierte sich Norbert Rethmann über bedeutende Infrastrukturprojekte, mit denen die Kreislaufwirtschaft in der Region ausgebaut und modernisiert wird. Im Mittelpunkt stand dabei das geplante Szczecińskie Centrum Biorecyklingu, das Stettiner Zentrum für Bio-Recycling. Die Gesellschaft wurde im Rahmen einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft zwischen der Stadt Stettin und REMONDIS Stettin gegründet. REMONDIS Stettin hält 51 Prozent der Anteile, die Stadtgemeinde Stettin 49 Prozent. Bei dieser langfristigen Partnerschaft bringen die Kommune und REMONDIS ihre jeweiligen Stärken ein: kommunale Entsorgungsverantwortung der Stadt Stettin auf der einen Seite sowie technisches und operatives Know-how durch REMONDIS auf der anderen Seite.
Die Öffentlich-Private Partnerschaft hat sich seit vielen Jahren bewährt: Nachdem bereits 1992 erste Gespräche zwischen der Stadt Stettin und der RETHMANN-Gruppe erfolgten, wurde 1993 ein polnisch-deutsches Joint Venture gegründet, zum Vorteil der Bürgerinnen und Bürger sowie der Unternehmen in Stettin. Es war damit die zweite Öffentlich-Private Partnerschaft überhaupt, die zwischen polnischen und deutschen Partnern gegründet wurde.
Ansicht des geplanten Szczecińskie Centrum Biorecyklingu, dem Stettiner Zentrum für Bio-Recycling
Am neuen Standort soll eine moderne Kompostierungsanlage mit einer Kapazität von 40.000 Tonnen pro Jahr entstehen. Der ganze Prozess der Bioabfallverwertung wird innerhalb eines geschlossenen Systems erfolgen, von der Annahme der Abfälle über die Behandlung bis zum Abtransport des fertigen Komposts.
Ziel der Investition ist die Herstellung eines zertifizierten Komposts beziehungsweise Bodenverbesserungsmittels, das reich an organischen Substanzen ist und unter anderem in der Landwirtschaft eingesetzt werden kann.
Nach dem Bau der Verbrennungsanlage, der Errichtung von Wertstoffhöfen sowie der Einführung der Mülltrennung in Säcken und Behältern soll das Bio-Recyclingzentrum das letzte Element des Abfallentsorgungs- und Verwertungssystems in Stettin bilden. Das Projekt zeigt, wie leistungsfähig und zukunftsorientiert die Zusammenarbeit zwischen einer Kommune und einem privaten Unternehmen bei einer Entwicklung moderner Entsorgungsinfrastruktur sein kann.
Darüber hinaus besichtigte Norbert Rethmann auch die neue mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage von REMONDIS Stettin. Sie ersetzt eine ältere Containeranlage und verarbeitet jährlich bis zu 30.000 Tonnen Material durch die mechanisch-biologische Aufbereitung gemischter Siedlungsabfälle. Die neue Anlage ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Modernisierung der lokalen Entsorgungsinfrastruktur. Gleichzeitig stärkt sie die Rolle von REMONDIS Stettin als eines der Vorzeigeunternehmen der Gruppe in Polen.
Abschließend besuchte Norbert Rethmann den Standort Bydgoszcz, an dem REMONDIS ebenfalls eine mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage betreit und in den letzten Jahren umfangreich investiert hat.
Rhenus investiert in die Zukunft des Hafens Stettin
Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch von Bulk Cargo Port Szczecin (BCPS), dem größten Hafenterminal im Hafen von Stettin. Seit Anfang 2025 gehört das Unternehmen nahezu vollständig zur Rhenus-Gruppe. Auf einer Fläche von rund 65 Hektar, die bis 2049 langfristig angemietet ist, betreibt BCPS ein leistungsfähiges Universalterminal und bildet damit einen Knotenpunkt für den Warenverkehr in Nord- und Mitteleuropa.
Rhenus verfolgt für den Standort eine langfristige Wachstumsstrategie. Ein umfassendes Investitionsprogramm umfasst die Modernisierung von Infrastruktur und IT-Systemen sowie die Anschaffung neuer Umschlagtechnik. Ziel ist es, den Hafenstandort zu einem modernen Universalterminal zu entwickeln, das den Anforderungen internationaler Kunden und zukünftiger Warenströme gleichermaßen gerecht wird.
Rhenus ist bereits seit 1993 in Polen aktiv und heute mit alle fünf Divisionen (Automotive, Contract Logistics, Overland Transport, Port Logistics und Air & Ocean) in Polen vertreten. Der ursprüngliche Name der Gesellschaft in Stettin lautete „Rhenus Poland“; im Jahr 2006 wurde das Unternehmen dort in Rhenus Port Logistics umbenannt.
SARIA baut Kapazitäten in Jezuicka Struga aus
Die letzte Station der Reise führte Norbert Rethmann nach Jezuicka Struga in der Woiwodschaft Kujawien-Pommern. Der Standort blickt auf mehrere Jahrzehnte Entwicklung zurück und gehört seit 2018 zur SARIA-Gruppe. In den vergangenen Jahren wurde die Anlage kontinuierlich modernisiert und um neue Geschäftsbereiche erweitert. Nach der strategischen Entscheidung, sich auf das Kerngeschäft der sicheren Verwertung tierischer Nebenprodukte zu konzentrieren, wurde ein umfassendes Ausbauprogramm gestartet. Das Projekt befindet sich inzwischen in der Endphase. Künftig wird sich die Verarbeitungskapazität des Standorts nahezu verdoppeln.
In unmittelbarer Nähe der SARIA-Fabrik entsteht zudem ein weiteres großes Projekt der REMONDIS-Gruppe: REMONDIS baut in Jezuicka Struga die aktuell modernste Verbrennungsanlage für gefährliche und medizinische Abfälle in Polen. Auch dieses Bauprojekt ist bereits in die Endphase eingetreten. Norbert Rethmann besichtigte die Baustelle und informierte sich vor Ort über den Fortschritt der Arbeiten sowie die künftige Bedeutung der Anlage für eine sichere und umweltgerechte Entsorgung besonders sensibler Abfallströme. Die neue Verbrennungsanlage wird nach den modernsten internationalen technischen Standards gebaut.
Norbert Rethmann (2.v.l.) verschaffte sich einen Eindruck, wie die Verwertungsinfrastruktur in Polen zukunftsfähig weiterentwickelt wird. Hier besuchte er den Standort in Jezuicka Struga, wo die neue Verbrennungsanlage für gefährliche und medizinische Abfälle von REMONDIS errichtet wird.
Entwicklung und Zukunftsperspektiven
Zum Abschluss seiner Reise zog Norbert Rethmann ein sehr positives Fazit:
„Ich komme seit vielen Jahren regelmäßig nach Polen und freue mich jedes Mal aufs Neue, die Entwicklung des Landes und unserer Unternehmen vor Ort zu erleben. Was mich besonders beeindruckt, sind die Menschen, die mit großem Engagement, hoher Kompetenz und unternehmerischem Mut an der Zukunft arbeiten. Die Investitionen, die ich bei REMONDIS, Rhenus und SARIA gesehen habe, zeigen eindrucksvoll das Potenzial dieses Landes. Polen hat sich in den vergangenen Jahren hervorragend entwickelt und bietet auch künftig wirklich gute Perspektiven für nachhaltiges Wachstum, Innovation und erfolgreiche Partnerschaften.“
Bildnachweise: © REMONDIS





