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10. Januar 2023

Für ein zukunftsfähiges Wassermanagement

LWG Lausitzer Wasser unterzeichnet Kooperationsvereinbarungen mit Peitz und Burg

Der Ballungsraum Cottbus befindet sich wie die gesamte Lausitz mitten in einem Strukturwandel. Dabei steht nicht nur das Stadtgebiet im Fokus, sondern auch die Umlandgemeinden, in denen Potenziale für Neuansiedlungen geschaffen werden müssen. Die LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG gehört im Bereich Wasserwirtschaft zu den bedeutendsten Lausitzer Dienstleistern und begleitet diese Entwicklungen tatkräftig durch weitgehende Investitionen. Zugleich braucht es jedoch enge Partnerschaften, um die Wasserver- und Abwasserentsorgung auch in Zukunft sicherzustellen. Deshalb hat das Cottbuser Unternehmen im Dezember zwei Kooperationsvereinbarungen unterzeichnet mit dem Ziel, gemeinsam zum Gelingen des Strukturwandelprozesses aktiv beizutragen und die Region weiterhin attraktiv für Menschen, Industrie, Gewerbe und Wissenschaft zu gestalten.

Kooperation mit dem Amt Peitz

Am 1. Dezember fand die Vertragsunterzeichnung zwischen der LWG und dem Trink- und Abwasserverband – Hammerstrom/Malxe – Peitz (TAV) statt. „Wir möchten unsere bereits bestehende Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung intensivieren und ausweiten, um gemeinsam die anstehende wasserwirtschaftliche Transformation im Rahmen der laufenden Struktur- und Klimawandelprozesse in der Lausitz zu bewältigen“, betonte Marten Eger, Technischer Geschäftsführer der LWG, die Bedeutung dieser Vereinbarung.

v.l.: Michael Feige (Geschäftsführer der GeWAP Gesellschaft für Wasserver- und Abwasserentsorgung Hammerstrom/Malxe – Peitz mbH), Karin Kallauke (Vorsitzende des Aufsichtsrates der GeWAP), Elvira Hölzner (Amtsdirektorin und Verbandsvorsteherin vom TAV Hammerstrom/Malxe – Peitz), Jens Meier-Klodt (Kaufmännischer Geschäftsführer der LWG), Marten Eger (Technischer Geschäftsführer der LWG) und Karsten Horn (Projektleiter & Mitarbeiter der LWG)

Auch die Verbandsvorsteherin und Amtsdirektorin des Amtes Peitz, Elvira Hölzner, hob hervor, dass es für eine zukünftige effiziente Wasserversorgung keine Alternative zu einer Kooperation gibt: „Die Möglichkeiten, die uns das sogenannte Kohleausstiegsgesetz eröffnet, wollen wir nutzen, um in unserem Amt Peitz neue Industriearbeitsplätze zu schaffen, den Tourismus auszubauen und attraktive Wohnanlagen für Neuankömmlinge und Rückkehrer zu schaffen.“ Das Amt Peitz stecke derzeit gemeinsam mit dem privaten Investor viel Herzblut und Geld in den Ausbau des neuen Industrie- und Gewerbeparks auf dem ehemaligen Flugplatz Drewitz. Lokale Lösungen für den Energiebedarf aus erneuerbaren Quellen oder auch die Bahnanbindung wurden bereits gefunden. Für die Deckung der zukünftigen Wasserbedarfe aber müssen sich die Kommunen im Ballungsraum Cottbus zusammenschließen, um gemeinsam ein zukunftsfähiges Wassermanagement aufzubauen.

In einem ersten Projekt widmen sich die beiden Partner als Teil eines größeren Verbundvorhabens der zukünftigen Versorgung des Amtes Peitz mit Trinkwasser, um die geplanten Gewerbe- und Industrieansiedlungen in der Amtsgemeinde zu ermöglichen. Weitere denkbare Ansätze für eine gemeinsame Arbeit gibt es auf dem Gebiet der Aus- und Weiterbildung oder der Klärschlammverwertung.

„Gemeinsam sind wir auf dem Weg, um die Lausitzer Zukunft jenseits der Kohle schon heute zu denken und zu gestalten. Wir suchen mit kreativen Lösungen und innovativen Methoden nach neuen Entwicklungsfeldern, die zukunftsweisend sind. Dabei ist es das Hauptziel, der Jugend in unserer Region eine Zukunftsperspektive zu bieten.“

Karin Kallauke, Vorsitzende des Aufsichtsrates der GeWAP

Kooperation mit dem Amt Burg

Eine weitere Kooperationsvereinbarung wurde am 8. Dezember mit dem Trink- und Abwasserzweckverband Burg (Spreewald) (TAZ Burg) unterschrieben. „Damit vertiefen wir unsere langjährige Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung“, erklärte der Amtsdirektor und amtierende Verbandsvorsteher vom TAZ Burg, Tobias Hentschel, „um vereint die anstehende wasserwirtschaftliche Transformation im Rahmen der laufenden Struktur- und Klimawandelprozesse in unserer Region zu bewältigen.“

Die wirtschaftliche Ausrichtung des Amtes Burg (Spreewald), in dessen Zentrum Burg als staatlich anerkannter Ort mit Heilquellen-Kurbetrieb liegt, liegt vor allem im Tourismus. Daneben sind aber aktuell auch der Ausbau der vorhandenen Industrie- und Gewerbegebiete in den Amtsgemeinden in den Fokus gerückt. Darüber hinaus kann über die vereinbarte Nutzung der Trinkwassernetze im Amt Burg eine Verbindung mit den Umlandgemeinden und den Städten Vetschau und Cottbus hergestellt werden.

„Um die Versorgungsmöglichkeiten gerade für unsere anspruchsvollen Industrie- und Gewerbekunden zu verbessern, ist es unumgänglich, die vorhandenen Strukturen auch außerhalb des eigenen Versorgungsgebietes zu vernetzen und zu nutzen“, betonte Jens Meier-Klodt, Geschäftsführer der LWG.

In einem ersten Projekt widmen sich die Partner verstärkt der technischen Verbindung ihrer Trinkwassernetze und Produktionskapazitäten als Teil eines größeren Verbundvorhabens in der Region. Eine weitere Zusammenarbeit gibt es auf dem Gebiet der Aus- und Weiterbildung und zukünftig wohl auch im Bereich einer nachhaltigen Klärschlammverwertung.

v.l.: Tobias Hentschel (Amtsdirektor und Verbandsvorsteher TAZ Burg), Uwe Noack (Vorsitzender Verbandsversammlung TAZ Burg), Marten Eger (Technischer Geschäftsführer der LWG), Jens Meier-Klodt (Kaufmännischer Geschäftsführer der LWG) sowie (stehend) Katrin Ragotzky (Kaufmännische Leiterin und Leiterin Netze/Werke TAZ Burg) und Karsten Horn (Projektleiter der LWG)

Kooperationen „in der Nachbarschaft“ tragen zur Entwicklung der Region bei

Mit ihrem langjährigen Know-how und den eigenen Potenzialen will die LWG gemeinsam mit den Aufgabenträgern und Verbänden in der Nachbarschaft zum Gelingen des Strukturwandelprozesses im gesamten Ballungsraum Cottbus unter den verschärften Bedingungen des Klimawandels beitragen. Ziel ist die Schaffung eines flächendeckenden Wasserversorgungsnetzes zur Sicherung der künftigen Wasserbedarfe, die im Zuge der Neuansiedlungen von Industrie, Gewerbe und Forschung zwangsläufig entstehen werden.

Demnach haben die Kooperationen mit Peitz und Burg Vorzeigecharakter und tragen ihren Teil zur erfolgreichen Weiterentwicklung der Region bei.

Bildnachweise: Bild 1: Adobe Stock: Somkiat Tapong; Bild 2: Katja Richter, Amt Peitz; Bild 3: Kerstin Möbes, Amt Burg

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