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8. Januar 2026

Herwart Wilms übernimmt Vorsitz der FEAD

Neuer FEAD-Präsident strebt eine noch einheitlichere Stimme für die Kreislaufwirtschaft in Europa an

Seit dem 1. Januar 2026 hat die FEAD einen neuen Präsidenten: Herwart Wilms übernimmt für die kommenden zwei Jahre den Vorsitz der Vereinigung der Verbände und Unternehmen der Kreislaufwirtschaft in Europa und folgt damit auf die Italienerin Claudia Mensi. Zuvor hatte er bereits das Amt des Vizepräsidenten inne und setzt nun sein Engagement im Rahmen der Präsidentschaft engagiert fort.

Fundierte Kenntnisse in der Kreislaufwirtschaft

Herwart Wilms, Vertreter des BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft e. V., bringt eine langjährige Führungserfahrung in den Bereichen Umwelt und Abfallwirtschaft mit. Als Geschäftsführer von REMONDIS Service International und langjähriger Verfechter der Kreislaufwirtschaftspolitik auf EU-Ebene ist er bestens positioniert, um den Verband in einer Zeit zu leiten, in der die Rolle privater Recyclingunternehmen für die Erreichung der europäischen Nachhaltigkeitsziele wichtiger denn je ist.

„Es ist mir eine große Ehre, den Vorsitz der FEAD zu übernehmen. Ich werde mich mit ganzer Kraft für alle unsere Mitglieder in ganz Europa einsetzen. Dieses Engagement wird auch von meinem Unternehmen REMONDIS unterstützt, dessen Gründer, Norbert Rethmann, ebenfalls Gründer der FEAD war und fest an die Bedeutung dieser Organisation glaubt.“

Herwart Wilms

Im vergangenen Jahr hat Herwart Wilms seinen Amtsantritt bereits akribisch vorbereitet: Dazu kam er mit nationalen FEAD-Verbänden in ganz Europa zusammen, traf sich mit Mitgliedern, hörte sich deren Herausforderungen an und bereitete sich darauf vor, sie auf EU-Ebene wirksam zu vertreten. Dieser praxisorientierte Ansatz spiegelt sein Bestreben wider, eine noch stärkere, einheitlichere Stimme für den privaten Abfallwirtschaftssektor zu schaffen.

„Die FEAD ist einzigartig in Europa“, sagt Herwart Wilms. „Sie vertritt den gesamten privaten Abfallwirtschaftssektor, deckt alle Behandlungsaktivitäten und alle Materialströme ab und verfolgt ein gemeinsames Ziel: Europa zu einer stärkeren kreislauforientierten Nutzung von Ressourcen zu bewegen.“

Faire und offene Marktbedingungen schaffen

In seiner ersten Rede als Präsident hob Wilms eine Priorität hervor, die viele FEAD-Mitglieder in ganz Europa teilen: die dringende Notwendigkeit fairer und offener Marktbedingungen, die die Wettbewerbsfähigkeit des privaten Abfallwirtschaftssektors in Europa sichern. „Private Recyclingunternehmen stehen für Innovation, industrielle Exzellenz und langfristige Investitionen. Diese Stärken sind jedoch zunehmend gefährdet, nicht nur durch Verzerrungen zwischen öffentlichen und privaten Betreibern innerhalb Europas, sondern auch durch den wachsenden Druck von Wettbewerbern aus Drittländern, die unter anderen Umwelt- und Sozialstandards operieren.

Herwart Wilms betonte, dass die EU der Rolle europäischer Unternehmen bei der Umsetzung der Kreislaufwirtschaft Vorrang einräumen müsse, indem sie die richtigen Marktbedingungen und politischen Anreize schaffe. „Wenn Europa seine Ziele im Bereich der Kreislaufwirtschaft ernst nimmt, müssen wir gleiche Wettbewerbsbedingungen schaffen, die Nachhaltigkeit belohnen und sicherstellen, dass recycelte Materialien aus der EU Vorrang erhalten. Die Steigerung der Nachfrage nach in der EU hergestellten Rezyklaten ist unerlässlich, um unsere Industrie zu schützen, Investitionen anzukurbeln und die Ressourcenunabhängigkeit Europas zu stärken.“

Bei dieser Gelegenheit bedanken sich die FEAD-Mitglieder herzlich bei Claudia Mensi für ihre herausragende Führungsarbeit in den letzten drei Jahren. Während ihrer Präsidentschaft entwickelte die FEAD ihre Vision 2030, die die Kreislaufwirtschaft in den Mittelpunkt der politischen Agenda Europas gestellt hat. Ihr Engagement, ihre Professionalität und ihre unermüdliche Arbeit haben die Stimme und die Einheit des Verbandes auf EU-Ebene erheblich gestärkt.

Herwart Wilms tritt die Nachfolge der Italienerin Claudia Mensi an, mit der er bereits als Vizepräsident der FEAD drei Jahre lang eng zusammengearbeitet hatte

21 nationale Verbände unter einem Dach

Darüber hinaus baut die FEAD ihre Mitgliederzahl und ihren Einfluss weiter aus und begrüßt ARSMD, den rumänischen Verband der Abfallwirtschaftsunternehmen, als Vollmitglied. Mit diesem Neuzugang vereint die FEAD nun 21 nationale Verbände und stärkt damit ihre Position als einheitliche Stimme der privaten Abfall- und Ressourcenwirtschaft Europas auf EU-Ebene.

Bildnachweise: © REMONDIS

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