Bereits seit dem Jahr 2013 gibt es eine Kooperation zwischen dem US-Bundestaat Minnesota und dem Land Nordrhein-Westfalen. Seither wurden zahlreiche gemeinsame Projekte durchgeführt, darunter beispielsweise „Climate Smart Municipalities“, das einen partnerschaftlichen Austausch von nordrhein-westfälischen Kommunen mit Gemeinden in Minnesota zu Umwelt-, Nachhaltigkeits- und Klimaprojekten fördert. Der demokratische Gouverneur Tim Walz steht mit NRW-Umweltminister Oliver Krischer in regelmäßigem Kontakt und hat die Rolle von Nordrhein-Westfalen als starkem Partner für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz immer wieder betont.
Die Kooperation zwischen NRW und Minnesota wird vor allem auf akademischer, aber auch auf wirtschaftlicher Ebene mit Leben gefüllt. So pflegt der Fachbereich Energie · Gebäude · Umwelt im Institutsverbund Energie, Ressourcen und Infrastruktur sowie e-Mobilität der FH Münster unter Professor Dr.-Ing. Christof Wetter und Professor Dr.-Ing. Elmar Brügging einen regen Austausch mit der University of Minnesota. Der Kontakt zum demokratischen Bundesstaat im mittleren Westen läuft dort über Dr. Sabine Engel, die als Director for International Partnerships am Umweltinstitut (IonE) der University of Minnesota das „Climate Smart Municipalities“-Projekt leitet. Mit im Boot ist auch die IHK Münster, die Verbindungen zu gewerblichen Nachhaltigkeitsprojekten in der Region herstellt.
REMONDIS als Musterbeispiel für die nachhaltige Transformation
Wann immer im Zuge dieser Kooperation Delegationen aus Minnesota nach Deutschland kommen, ist ein Besuch des REMONDIS Lippewerks gesetzt. Von den amerikanischen Gästen – viele mit deutschen Wurzeln, was in Minnesota nicht selten ist – als „Recycling Campus“ bezeichnet, stellt das Lippewerk im Sinne der transatlantischen Zusammenarbeit die ideale Verdichtung dessen dar, was Recycling im Idealfall leisten kann. REMONDIS Pressesprecher Michael J. Schneider begrüßt regelmäßig Gäste aus Minnesota und zeigt ihnen anhand des Lippewerks, wieviel Potenzial auch in den Vereinigten Staaten in der konsequenten Verwertung von Rohstoffen aus Abfällen steckt. In Podiumsveranstaltungen wird dabei auch erörtert, welche politischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für mehr Recycling geschaffen werden müssten.
„Regions in Industrial Transition – A Transatlantic Perspective“
Am 10. März 2026 trafen sich die Treiber der Kooperation im Wirtschaftsclub zu Münster zu einem Austausch und Dinner im Rahmen des OECD-Projekts „Regions in Industrial Transition – A Transatlantic Perspective“. Zu den geladenen Gästen gehörten neben Prof. Dr.-Ing Christof Wetter, Prof. Dr.-Ing. Elmar Brügging und Dr. Sabine Engel auch Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie und stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, der Oberbürgermeister der Stadt Münster, Tilman Fuchs, REMONDIS-Pressesprecher Michael J. Schneider sowie eine Vielzahl von Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Forschung und Lehre in Nordrhein-Westfalen und der niederländischen Partnerregion Twente.
Das Fazit des Abends: Unabhängig von kurzfristigen politischen Verwerfungen ist eine effiziente Kreislaufwirtschaft kein zusätzlicher Kostenfaktor, sondern vielmehr eine Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg in der Zukunft. Dies gilt für beide Seiten des Atlantiks gleichermaßen.
NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur sprach im Rahmen des OECD-Dinners in Münster
Dass eine gesunde Umwelt ohnehin die Voraussetzung für alles andere ist, wussten schon die Namensgeber des zwölftgrößten, amerikanischen Bundestaats. In der Sprache der Dakota-Sioux bedeutet Minnesota „klares Wasser“.
Bildnachweise: Bild 1: Adobe Stock: © Billy McDonald; Bild 2: © IHK Münster





