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19. Januar 2017

Freiburg-Cup schafft Einwegbecher ab

Freiburg mindert mit einem Mehrwegsystem das Abfallaufkommen in der Innenstadt

Coffee to Go – für die Umwelt ein echtes Problem

Freiburg trägt nicht nur den internationalen Statuts der Green City, sondern stellt dieses ökologische Profil auch immer wieder unter Beweis. Erst zuletzt führte die Stadt als eine der ersten bundesdeutschen Großstädte ein Mehrwegbechersystem für den Coffee to Go im gesamten Stadtgebiet ein. Der Kaffee zum Mitnehmen ist auch in Freiburg sehr beliebt, verursacht dort allerdings auch ein Abfallaufkommen von jährlich 12 Millionen leeren Bechern.

Konzept zur Abfallreduzierung

Gebrauchte Einwegbecher lassen sich nicht recyceln und müssen als Restmüll entsorgt werden. Bundesweit wird über die Umweltbelastung durch Kaffeeverpackungen diskutiert, doch eine politische Lösung des Problems ist noch nicht erkennbar. Die Freiburger Abfallwirtschaft und Stadtreinigung (ASF), eine Öffentlich-Private Partnerschaft zwischen REMONDIS und der Stadt Freiburg, hat deshalb zusammen mit Cafébetreibern in der Innenstadt den Freiburg-Cup und ein Konzept zur Abfallreduzierung entwickelt.

Alternative zum Einweg-Becher

Die wichtigsten Partner des Freiburg-Cups sind die Betreiber von Cafés und Bäckereien, die Coffees to Go verkaufen. Als Alternative zum Einweg-Kaffeebecher stellt die ASF ihnen Mehrwegbecher aus stabilem, spülmaschinenfestem Kunststoff zur Verfügung. Für die Cafébetriebe fallen keine Kosten an, die Stadt Freiburg trägt die Kosten für die Einführung des Systems, die Koordination liegt bei der ASF.

Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik mit dem Geschäftsführer der Freiburger Abfallwirtschaft Michael Broglin bei der Einführung des Cups

Vorteile für teilnehmende Cafés

Die Kundschaft hat also die Wahl zwischen dem Pfandbecher und dem Pappbehälter. Das Pfand für den Freiburg-Cup beträgt 1 Euro. Die gebrauchten Becher können in einem der 60 teilnehmenden Geschäfte in der Innenstadt zurückgegeben werden. Die Becher werden dort gespült, defekte oder fehlende Behälter ersetzt die ASF. Lediglich die Deckel sind Einwegartikel, nach Gebrauch gehören sie in den gelben Sack. Den teilnehmenden Cafés bietet das Konzept zahlreiche Vorteile: Sie reduzieren nicht nur die Restmüllmenge, sondern zeigen, dass sie einen aktiven Beitrag zur Sauberkeit in Freiburg leisten. „Die Aktion wird umso wirkungsvoller, je mehr mitmachen, sowohl auf der Seite der verkaufenden Cafés als auch auf der Seite der Konsumentinnen und Konsumenten“, so Bürgermeisterin Gerda Stuchlik. ASF-Geschäftsführer Michael Broglin kündigt an: „Wenn sich der Freiburg-Cup bei den Kunden durchsetzt, soll die Aktion ab Sommer 2017 auf weitere Stadtteile ausgeweitet werden.“

Mehr zum Freiburg-Cup und allen 72 ans Pfandsystem angeschlossene Geschäfte finden Sie auf abfallwirtschaft-freiburg.de

Bildnachweise:
Bild 1: shutterstock, 457959049, Urheber: canadastock
Bild 2: (Becher/cup): fotolia, 13005314, Urheber: Spectral-Design
Bild 3: Urheber: J. A. Schmidt

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