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23. Mai 2022

Konsequenter Ressourcenschutz mit Zero Liquid Discharge

ZLD bietet Möglichkeit zur Bewältigung des zunehmenden Wassermangels in Indien

Wasser zählt für Mensch und Umwelt zu den wertvollsten Ressourcen unseres Planeten. Seit einigen Jahren stellt die Verfügbarkeit dieser wichtigen Ressource in Teilen der Welt jedoch ein zunehmendes Problem dar. Dieses gilt es nicht nur im Alltag zu bewältigen, sondern auch in industriellen Prozessen. Fällt der Blick beispielsweise auf Indien besteht dort bereits jetzt eine begrenzte Verfügbarkeit von Wasser. Damit einher gehen verschärfte Gesetze der indischen Regulierungsbehörden in Bezug auf die Umsetzung des Wassermanagements. Bei Genehmigungsanträgen für Produktionsanlagen besteht die Erfordernis zur Einführung von wassereinsparenden Produktionsverfahren.

Zero Liquid Discharge (ZLD) bietet eine Möglichkeit zur Bewältigung des zunehmenden Wassermangels. Dabei handelt es sich um ein Verfahren, bei dem Wasser im Produktionsprozess genutzt, anschließend aufbereitet, recycelt und der Produktion zurückgeführt wird. Dabei können auch Wertstoffe, wie Salze, zurückgewonnen werden. Das Resultat ist eine konsequente Kreislaufführung, die eine abwasserfreie Produktion ermöglicht.

Der Ansatz einer abwasserfreien Produktion war auch der Ausgangspunkt für eine gemeinsame Kooperation zwischen Evonik Catalysts und REMONDIS Aqua Zusammen nahmen sie in Dombivli, Indien, eine Zero Liquid Discharge (ZLD)-Anlage in Betrieb. Hierbei unterstützt REMONDIS Aqua den Chemieproduzent in den Bereichen Planung, Bau und Finanzierung der Anlage. „Modernes Abwassermanagement, einschließlich ZLD, ist ein entscheidender Baustein zur Bewältigung der historischen Wasserkrise in vielen Regionen der Welt“, so Dr. Keno Strömer, Geschäftsführer von REMONDIS Aqua India Pvt. Ltd..

Anlage Zero Liquid Discharge in Indien REMONDIS Aqua, Pankaj Kumar

Pankaj Kumar, REMONDIS Aqua India, ist technischer Leiter der ZLD-Anlage bei EVONIK in Dombivli

Modernes Abwassermanagement, einschließlich ZLD, ist ein entscheidender Baustein zur Bewältigung der historischen Wasserkrise in vielen Regionen der Welt.

Dr. Keno Strömer, Geschäftsführer REMONDIS Aqua India Pvt. Ltd.

Die Aufbereitung des Prozesswassers durchläuft in der Anlage einen mehrstufigen Prozess, bei dem Nebenprodukte wie Natriumsulfat anfallen, welche im Anschluss weiterverkauft werden können. Insgesamt gelangen etwa 600 m³ Abwasser in die Anlage. Für Evonik verringert dies vor allem die Abhängigkeit von der kommunalen Wasserversorgung, da der Bedarf an Frischwasser in der Produktion um 65 Prozent sinkt. Zudem besteht die Möglichkeit den ökologischen Fußabdruck in der industriellen Produktion weiter zu minimieren und das Prozesswasser sowie die daraus gewonnenen Wertstoffe effizient wiederzuverwenden.

Aber auch für den internationalen Raum besitzen die ZLD-Projekte in Indien einen Vorzeigecharakter. Weltweit bietet das Verfahren einen Ansatz zur Wassereinsparung in Produktionsprozessen und gewinnt unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit weltweit immer mehr an Bedeutung.

Bildnachweise: Bild 1: © REMONDIS Aqua India; Bild 2: Adobe Stock: Somkiat Tapong

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